Bürgerhilfe Langenselbold

 
 


Rechenschaftsbericht

der Bürgerhilfe Langenselbold e.V. für das Geschäftsjahr 2024/25 
(Stand 06.10.2025)



Ein turbulentes Geschäftsjahr 24/25 liegt hinter uns und große Dinge werfen ihren Schatten voraus. So möchte ich das vergangene Jahr der Aktivitäten der Bürgerhilfe charakterisieren. Wer hätte z.B. im Jahr 2024 gedacht, dass wir in eine eigene Geschäftsstelle in angemietete Räumlichkeiten umziehen?  Sicherlich, seit vielen Jahren gab es eine Diskussion über die Containerunterbringung an der Weinbergschule. Einerseits platzte die Geschäftsstelle aus allen Nähten und andererseits war der Standort alles andere als zentral gelegen und gut zu erreichen. Das ist nun am Standort Marktplatz völlig anders. Hier sind wir mitten in Langenselbold, haben ausreichend Platz und können viele unserer bisherigen und zukünftige Aktivitäten in unseren Räumlichkeiten realisieren. Später dazu mehr.
Beginnen möchte ich den Jahresbericht mit ein paar Zahlen, die uns
Peter Pollack aus unserer Mitgliederdatei herausfilterte. Hier einige Zahlen aus der Statistik: mit Stand 06.10.2025 verzeichnete die Bürgerhilfe insgesamt 573 Mitglieder gegenüber 540 Mitgliedern im Jahr 2024, also eine Steigerung um mehr als 6 %. Sicherlich weniger dynamisch als in den Vorjahren, was aber mit einigen Austritten bzw. Sterbefällen zu tun hat. Bisher sind 27 Mitglieder aus unterschiedlichen Gründen ausgeschieden , deutlich mehr als im Vorjahr 14. Das hängt aber auch damit zusammen, dass wir im Vorfeld der Einladung zur heutigen MV ganz gezielt unser Mitgliederbestandkartei selektiert haben.  Ziel ist es, die Mitgliederdatei so aktuell wie möglich zu halten und vermehrt auf Erreichbarkeit per Mail umstellen wollen.
Von diesen 573 Mitgliedern entfielen auf die Gruppe zwischen 71 und 80 Jahren 171 Mitglieder (VJ 160), davon 114 weiblich und 56 männlich, gefolgt von der zweitstärksten Gruppe mit 147 Mitgliedern (VJ 136) zwischen 81 und 90 Jahren. Nach Jahren gerechnet folgt die Gruppe zwischen 61 und 70 Jahren mit insgesamt 130 Mitgliedern (VJ 121) im Ranking auf Platz 3. Deutlich erkennbar ist damit auch – neben der stark angewachsenen Mitgliederzahl insgesamt – die gleichbleibende Überalterung 83% der Mitglieder Ü60, VJ 82%). Somit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort: nicht nur unsere Gesellschaft insgesamt, aber insbesondere unsere Bürgerhilfe wird immer älter und unsere stärkste Altersgruppe ist die der Mitglieder zwischen 71 und 80 Jahren.
Schauen wir nun auf die Gruppe derer, die Hilfe brauchen bzw. die Hilfen erbringen können. Die Bürgerhilfe zählte insgesamt 447 passive Mitglieder (VJ 448), 96 Mitglieder (VJ 91) waren aktiv für die Bürgerhilfe tätig. Damit sind 17% aller Mitglieder aktiv, 83% passiv.
Die Anzahl der Hilfseinsätze ist im Jahresverlauf 2025 weiterhin auf hohem Niveau, sodass gegenüber 2024 mit 471 Einsetzen bisher 389 Einsätze zu verzeichnen sind. Die beliebtesten Hilfsleistungen sind nach wie vor Begleitdienste/Fahrten (125) sowie Hilfe im Haushalt und bei Einkäufen (29). Neu hinzu gekommen ist das Repaircafé, das sich mit 64 Einsätzen zum 2. stärksten Service entwickelte.
Apropos Repaircafé: Ein langgehegter Wunsch ist endlich in Erfüllung gegangen. Seit Jahren diskutieren wir, ob und wenn ja, wie wir ein solches Angebot an den Start bringen können. Dank der guten Kooperation mit der Stadt, auch mit dem Turnverein, aber insbesondere mit den Machern, den Reparieren und allen, die begleitend tätig sind, konnte das Repaircafé im vergangenen Jahr ans Netz gehen. Ich möchte in dem Zusammenhang wirklich allen danken, die bei der Planung, Umsetzung und bei dem Betrieb des RC von Anfang an dabei waren. Ihrem vorbildlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass das RC eine Erfolgsgeschichte wurde. Mein Dank gilt dem kompletten Team, aber einer ist ganz besonders aktiv geworden und hat es Live ins Radio bei HR 1 geschafft: Rüdiger Knoll, dafür an dieser Stelle: einen Applaus bitte. Sein Auftritt im Radio hat sogar noch Geld in die Kasse des RC gespült, auch dafür: merci vielmals.
Wenn wir gerade beim Geld sind. Christiane wird hierzu gleich im Detail berichten. Vorweg ein paar Anmerkungen.  Eigene Räumlichkeiten anzumieten und damit einhergehend, Mietzahlungen sicherzustellen, war nur möglich, da wir sehr großzügige Spenden erhalten haben. Viele Menschen haben uns mit kleinen und großen Beträgen unterstützt. Auch dafür gilt es Dank zu sagen. Besonders erwähnen möchte ich dennoch, die Spende der Ruth Kreitz Stiftung, die uns ermöglichte, das finanzielle Risiko des Abschlusses eines Mietvertrags einzugehen. Allen, die daran beteiligt waren, an dieser Stelle, danke für Euren Einsatz (Dir Martin und natürlich auch Bodo Adler), denn nur so konnte der Bezug eigener Räumlichkeiten realisiert werden.
Kommen wir nun zu dem wesentlichen Meilenstein im vergangenen Jahr: den Umzug in die eigenen Räumlichkeiten Marktplatz 9a. Wirklich ein Glücksfall für die Bürgerhilfe Langenselbold. Ich erinnere mich gerne an den Hinweis von Günter, dass die Immobilie am Marktplatz zu vermieten ist. Beim ersten Termin vor Ort, war es für mich kaum vorstellbar, dass wir in die großzügigen Räumlichkeiten einziehen würden. Aber gemeinsam mit Euch reifte der Entschluss, die Räumlichkeiten am Marktplatz zu unserem neuen Domizil zu machen. Aus heutiger Sicht: ein richtiger und in die Zukunft gerichteter Schritt. Es gab aber auch viel zu tun, bis der Einzug am Marktplatz erfolgen konnte: Renovierungen, Einrichten, die Technik anpassen und letztlich der Umzug. Allen, wirklich allen, die dabei halfen, ein dickes, dickes Dankeschön. Jemanden hier besonders zu erwähnen, würde denen nicht gerecht, die ebenso an vielen Stellen mithalfen. Es hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass die BH eine super funktionierende Gemeinschaft ist und wenn es gilt anzupacken, dann finden sich immer wieder Leute. Daher allen ein dickes Lob!